Total daneben oder das Non-Plus-Ultra?? - Weder noch!
Worum geht's? Unter Selbstbefriedigung versteht man, das Reizen der eigenen Geschlechtsorgane, um zum Höhepunkt zu kommen. Manche nennen es auch Selbst-Sex.
Ob Selbstbefriedigung ok ist, darüber ist viel diskutiert worden. Gesellschaftlich wurde Selbstbefriedigung über lange Zeit kritisch gesehen. In der Vergangenheit hat man sogar mit Drohungen versucht, Jugendliche davon abzuhalten: es wurde gesagt, Selbstbefriedigung würde Krankheiten hervorrufen wie Tuberkulose, Gehirnerweichung u.v.m. All dies ist Blödsinn!
Fakt ist, Selbstbefriedigung ist eine Möglichkeit, Sexualität zu leben, ist aber – wie der Name schon sagt - meist ausschließlich auf das ICH angelegt. Gelegentlich wird Selbstbefriedigung auch in partnerschaftlichen Sex integriert.
Es ist an sich erst mal normal, dass Jugendliche ihre sich rasch entwickelnde Sexualität erforschen und entdecken wollen. Sich selbst zu befriedigen KANN ein Schritt sein, den eigenen Körper kennen zu lernen, gehört aber anderseits auch nicht zum MUSS-Repertoire der Pubertätsentwicklung! In jedem Fall trägt Selbstbefriedigung zu Deiner individuellen sexuellen Lerngeschichte bei. Und Du entscheidest, wie Du diese prägen möchtest!
Fixiert man sich nicht auf Selbstbefriedigung, so ist das erst einmal nicht schwerwiegend. Leider bleibt es bei einigen aber nicht dabei – und die Selbstbefriedigung entwickelt sich weiter, zum Tröster, zur sexuellen Sucht. Immer wieder berichten Menschen, dass sie nicht mehr damit aufhören können, sich ständig selbst zu befriedigen. Sogar dann, wenn sie verheiratet sind und Sexualität inzwischen ganz anders leben könnten.
In einer Partnerschaft kann Selbstbefriedigung zum Problem werden, wenn die sexuelle Spannung vor allem so abgebaut wird und der Partner leer ausgeht. Problematisch wird es dann, wenn man sich nicht mehr mit der Beziehung zum Partner beschäftigt, sondern den "einfachen" Weg geht. ABER: Selbstbefriedigung befriedigt nicht so wie partnerschaftlicher Sex. Die Vereinigung mit dem Partner fehlt. So bleibt man oft am Ende leer zurück. Besonders in Kombination mit pornographischen Bildern kann Selbstbefriedigung zu einer Sucht werden, von der man nicht so einfach lassen kann. Bilder setzen sich im Kopf fest und können immer wieder abgerufen werden – oder tauchen unfreiwillig wie aus dem Nichts auf und lassen sich einfach nicht abschütteln.
Wenn Du mehr Informationen, insbesondere auch zum Ausstieg aus sexuellen Abhängigkeiten suchst, schau mal auf:





















