Menschenhandel

Aber doch nicht hier bei uns, oder? Offizielle Zahlen des Bundeskriminalamts zeigen, dass offensichtlich der Anteil deutscher Opfer steigt: Im Jahr 2006 waren von den 775 identifizierten Opfern 23,4 % deutsche. Ein Grund dafür könnten so genannte „Lover-Boy“- Beziehungen“ sein. Hier ziehen smarte Jungen, ausgestattet mit genügend Geld, die älteren Teenie-Mädchen in ihren Bann.In England und den Niederlanden ist das Phänomen bekannt. Hilfsorganisationen versuchen dort bereits gezielt dagegen zu steuern. Mit "grooming" - hier am besten mit verwöhnen/versorgen übersetzt - werden die 11-12jährigen Mädchen von Menschenhändlern angeworben. Auf Schulhöfen, Einkaufszentren, also da, wo sich Jugendliche treffen, versuchen gleichaltrige Jungen an die Mädchen heranzukommen. Arglos spielen sie gemeinsam, gehen ins Kino oder essen Eis. Die Mädchen lernen die älteren Brüder“ kennen, die sie mit großzügigen Geschenken verwöhnen und sie emotional von sich abhängig machen. Die Eltern verlieren jeglichen Einfluss. Oft kommen noch Drogen und Schulden ins Spiel, die die Mädchen völlig in die Abhängigkeit der Menschenhändler und am Ende in die Zwangsprostitution bringen.

Ein Beispiel, wie das aussehen kann, findest du hier:

Gutaufgeklaert_Menschenhandel.pdf (194.8 KB)